Main Tower - Frankfurter Hochhaus Main Tower prägt die Skyline

Der Main Tower

Hochhaus Main Tower
© Jörg Sabel / pixelio.de

Der MAIN TOWER in der Frankfurter Innenstadt ist kein x-beliebiger Wolkenkratzer, sondern mit einer Höhe von 200 Metern (240 Meter bis zur Antennenspitze) das viertgrößte Hochhaus in Deutschland und gleichzeitig ein Wahrzeichen von Frankfurt am Main. Der im Jahre 2000 eingeweihte postmoderne Turm mit einem Skelett aus Stahl und Stahlbeton mit vollverglaster Fassade in der Neuen Mainzer Straße ist fester Bestandteil der weltberühmten Skyline der Mainmetropole.
Ideengeber seiner Erscheinung war das Hamburger Architekturbüro Architekten Schweger + Partner, dessen Entwürfe 1999 nach einer dreijährigen Bauphase von der ARGE MAIN TOWER, die sich unter anderem aus der Hochtief AG und Philipp Holzmann AG zusammensetzt, realisiert wurde. Das Besondere und speziell für Touristen Interessante am MAIN TOWER – was ihn zur herausragenden und beliebtesten Sehenswürdigkeit in Frankfurt macht – ist, dass er im 53. und 54. Stockwerk einerseits den Sitz des höchsten Rundfunk- und Fernsehstudios (Hessischer Rundfunk mit regelmäßigen TV-Programmen wie etwa das tägliche Boulevardmagazin “Main Tower“ oder die Hörfunkprogramme hr-info und YOU FM) in ganz Europa beherbergt und andererseits das, über seine zwei Aussichtsplattformen und dem Gourmet-Restaurant im 55. und 56. beziehungsweise 53. Stockwerk, einzige, öffentlich zugängige Hochhaus in “Mainhattan“ ist. Öffentliches Interesse wird in dem gastfreundlichsten Wolkenkratzer der Finanzmetropole also groß geschrieben, und die Besucher, zu denen auch die Frankfurter selbst gehören, zahlen diese Offenheit in Rekordzahlen zurück. Das um die 350.000.000€ teure Bankgebäude mit einer Nutzfläche von insgesamt 62.000 m² bietet nicht nur Einblicke in das Bankenviertel, sondern auch kulturelle Highlights und natürlich den faszinierenden Ausblick vom Dach.

Bereits 1991, also fünf Jahre vor Beginn der Bauarbeiten, gewann das oben genannte Architekturbüro Schweger + Partner die internationale Ausschreibung. Bei dem Modell handelte es sich um eine stark reduzierte Formsprache, die vom Kreis und Quadrat als geometrische Grundformen Gebrauch machten und dem MAIN TOWER somit sein bis heute unverwechselbares Gesicht verliehen: einerseits der filigrane Rundturm, daneben der sich anschmiegende abgestufte und rund 30 Meter kleinere Quadratturm, von dem einige der unteren Etagen in den Sockelbereich – einer Bebauung aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts mit der historischen, denkmalgeschützten, neoklassizistisch gehaltenen Fassade des ursprünglichen Gebäudes – integriert sind. Ein Jahr nach Einweihung des MAIN TOWERS gewann seine Architektursprache auf dem Fachkongress CIMMIT den IMMOBILIEN AWARD 2001. Die Leichtigkeit und Transparenz des Rundturms vom MAIN TOWER ergibt sich auch durch den Quadratturm, dessen Fassade mit ihrem Grundmuster aus Baubronze ein gefälliges Gegengewicht erzeugt. 

Auch in puncto Energieeffizienz hat der MAIN TOWER wahrlich Zeichen und Maßstäbe gesetzt. Dank der intelligenten Klimatechnik und des umweltverträglichen Umgangs mit natürlichen Ressourcen gilt der MAIN TOWER als ein Niedrigenergiehaus. 2011 wurde der MAIN TOWER mit dem “LEED-EB: O&M Gold“-Zertifikat ausgezeichnet. Johann Berger, Immobilienvorstand des Hauptmieters, der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, sieht seinen Arbeitsplatz zu Recht “als umweltfreundliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Gebäude.“ Eine Vollklimatisierung ist hier beispielsweise nicht nötig, da die insgesamt 2550 Fenster sich alle parallel zur Fassade nach außen öffnen lassen. Denjenigen, die sich weiter mit der Formsprache des MAIN TOWERS beschäftigen wollen, sei das im Jahre 2000 von Ingeborg Flagge im Verlag Ernst Wasmuth herausgegebene Buch “Main Tower“ empfohlen. 

Der 61 Stockwerke umfassende MAIN TOWER hält für seine Besucher so manche Überraschung parat. So stellt die Helaba in einigen Fluren und Büros der rund 2.000 Beschäftigten moderne Werke von zeitgenössischen Künstlern aus. In der Hauptlobby kann beispielsweise die Installation "The World of Appearances" des amerikanischen Video- und Installationskünstlers Bill Viola (geboren 1951) bewundert werden, welche das Aufeinandertreffen von Realität und Bewusstsein repräsentiert. Das Wandmosaik "Frankfurter Treppe / XX. Jahrhundert" vom deutschen Bildhauer und Objektkünstler Stephan Huber (geboren 1952) hingegen stellt mit seinen Millionen von Teilchen eine Hommage an Frankfurts kulturelle Entwicklung während der letzten hundert Jahre dar. Nicht als Dekorationsobjekte, sondern um Frische in den Arbeitsalltag zu bringen und die Menschen dazu zu animieren, sich mit der Kunst auseinanderzusetzen und so neue Standpunkte für sich in Bezug auf die Umgebung und das Leben zu erobern. Weitere Werke von anderen Künstlern schließen unter anderem die von Claus Goedicke (geboren 1966) in der 48., Johanna Kandl (geboren 1954) in der 42. oder Peter Davis († 1982) in der 38. Etage ein. Eine Übersicht über alle im MAIN TOWER zur Schau gestellten Werke finden Sie unter http://www.maintower.de/.

Restaurant und Aussichtsplattform im Main Tower

Weitere Angebote für Besucher umfassen – wie eingangs bereits erwähnt – eine Aussichtsterrasse direkt auf dem Dach des MAIN TOWERS, von der aus circa 300.000 Menschen jährlich den Ausblick auf alle historischen und modernen Sehenswürdigkeiten, die Frankfurt zu bieten hat, genießen: Goethe-Haus und Römerberg, Dom und PaulskircheMuseumsufer und das Messegelände, Alte Oper und Festhalle. 
Keine Angst, Sie müssen die 1.090 Treppenstufen nicht hoch laufen, um in den Genuss der imposanten Vogelperspektive zu gelangen, sondern können einfach auf modernste Aufzug-Technik zurückgreifen. Einer der 23 Personenaufzüge wird Sie bei einer Geschwindigkeit von 4-7 Meter pro Sekunde zügig nach oben bringen. Anschließend bietet sich der Besuch im MAIN TOWER Restaurant & Bar an, auf dessen Webseite Sie sich schon mal beim Studieren des gehobenen Menüs den Mund wässrig lesen können. Selbst heiraten lässt es sich im MAIN TOWER – auf der 53. Etage inmitten von Fernsehkameras, wenn das hr-Fernsehstudio dem Standesamt seine Räumlichkeiten samt atemberaubenden Ausblick dem Standesamt überlässt. Näher am Himmel geht beim Heiraten nicht.

Die Lage des Main Towers in Frankfurt

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Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeit

Anreisenden mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln empfiehlt es sich, die S-Bahnlinie 1 bis 9 in Richtung Innenstadt zu nehmen und an der Station Taunusanlage auszusteigen. Nun sind es zu Fuß nur noch zehn Minuten bis zum MAIN TOWER.
Anreisende mit dem PKW können eines der zahlreichen öffentlichen Parkhäuser – etwa das Parkhaus Junghofstraße – in der näheren Umgebung zum Abstellen ihres Autos wählen.