Der Zoo Frankfurt ist der zweitälteste Tierpark Deutschlands

Der Frankfurter Zoo

Zoo in Frankfurt
© Moni Sertel / pixelio.de

Der 1858 eröffnete Zoo Frankfurt am östlichen Rand der Innenstadt bietet 4.500 Tieren unter dem Motto “Tiere erleben – Natur bewahren“ ein artgerechtes Zuhause. Unter anderem gilt dies für Löwen, Krokodile, Nashörner, Affen und andere Tiere in der Wirtschaftsmetropole im Rhein-Main-Gebiet. Der von der Stadt Frankfurt am Main getragene Zoo ist nach dem Berliner Zoo, der 14 Jahre vorher eröffnet wurde, der zweitälteste Tierpark Deutschlands und einer der ältesten der Welt. 

Im Stadtteil Ostend werden den zahlreichen Besuchern auf einer Fläche von 11 Hektar mithilfe von 150 Mitarbeitern 500 Tierarten präsentiert. Der Bekannteste unter den 14 Zoodirektoren in der Geschichte des Frankfurter Zoo zwischen 1858 und 2011 ist sicherlich der erfolgreiche Zoologe, Naturschützer, Tierfilmer (1960 Oscar-Preisträger für “Serengeti darf nicht sterben“), Fernsehmoderator der legendären TV-Sendung “Ein Platz für Tiere“ und Autor Dr. Bernhard Grzimek (1909; † 1987), der hier von 1945 bis 1974 das Zepter in der Hand hielt und in dieser Zeit viele wegweisende Konzepterneuerungen hervorbrachte.

Entstehung des Frankfurter Zoos

Der Zoo, der zwischenzeitlich auch Zoologischer Garten Frankfurt genannt wurde, ist das Produkt der regen Aktivitäten einer Bürgerinitiative. Den Anfang markierte hierbei die Pachtung des Leer’schen Gartens in der Innenstadt (Westend) durch die Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.. Diese sah ihren Auftrag darin, die biologische Vielfalt durch die Errichtung eines Zoologischen Gartens in Frankfurt zu erhalten, nachdem der Senat der Stadt im Jahr zuvor durch seine Genehmigung der Haltung von Bären, Wölfen und Wildschweinen in ausbruchsicheren Käfigen quasi grünes Licht für solche Projekte gegeben hatte. Nach nur 5 Monaten hatte man 80.000 Gulden zusammen gesammelt – genug, um einen Probezoo, den zweiten Zoo Deutschlands überhaupt, zu eröffnen, und die ersten exotischen Tiere, anfangs allesamt Pflanzenfresser, auszustellen. 

1874 zog der Zoo dann zur Pfingstweide um, einem ehemaligen Exerziergelände außerhalb der Stadt mit mehr Platz für die Tiere. Nach zweijähriger Bauzeit wurde das vom  Karlsruher Architekten, Baubeamten und Hochschullehrer Josef Durm (1837; † 1919) sowie seinen Kollegen Adam Friedrich Kaysser und Otto Lindheimers im späten Klassizismus mit Renaissanceelementen entworfene Zoo-Gesellschaftshaus 1876 an der heutigen Bernhard-Grzimek-Allee eröffnet, welches bis heute ein charakteristisches Symbol für den Stadtteil Ostend geblieben ist. Bis zur Übernahme des Zoos durch die Stadt Frankfurt im Jahre 1915 aufgrund ökonomischer Engpässe in der Tierpflege und -fütterung im Ersten Weltkrieg waren bereits verschiedene Häuser für Raubtiere, Affen und Antilopen sowie eine Bärenanlage und ein riesiges Aquarium hinzugekommen. Leider wurde der Zoo samt der Gehege und des Gesellschaftshauses 1944 bei einigen Luftangriffen der Alliierten nahezu vollkommen zerstört. Es war ein einziges Desaster: circa 90% aller Tierarten waren ausgelöscht, und die überlebenden Tiere irrten frei umher. 

Der Zoo unter Grzimek

Der oben erwähnte Nachkriegsdirektor Grzimek schaffte es, der anfangs ablehnenden amerikanischen Militärregierung eine Erlaubnis für die Wiedereröffnung des Frankfurter Zoos abzuringen. Der Zoo musste allerdings ohne finanzielle Förderung vonseiten der Stadt auskommen, so die Bedingung der Amerikaner. Grzimek verbesserte daraufhin das Budget des Zoos, indem er über die 1950 von ihm unter den Namen “Gesellschaft der Freunde des Zoologischen Gartens“ wiedergegründete Zoologische Gesellschaft Frankfurt eine ständige Kirmes mit Tombola und Spendenaktionen auf dem Zoogelände veranstaltete, wofür er von anderen deutschen Zoodirektoren scharf ermahnt wurde. Doch der Erfolg in Millionenhöhe gab ihm recht, zumal alle Einnahmen direkt in den Wiederaufbau des Frankfurter Zoos flossen. Dank der verbesserten finanziellen Situation konnte Grzimek den Zoo Frankfurt mit der Zeit nachhaltig aufrüsten und die Bedingungen für Tiere und Besucher Stück für Stück verbessern. Bereits im Jahr 1947 waren die jährlichen Besucherzahlen von 352.000 während der Kriegsjahre auf sage und schreibe 2.400.000 angestiegen. 2009 waren es im Vergleich 862.000 Besucher, was den Frankfurter Zoo heutzutage zu einem der meist besuchtesten Zoos in Deutschland macht. 

Videos mit Interviews vom charismatischen Bernhard Grzimek können Sie auf der Website des Hessischen Rundfunks einsehen. 

Der Ausbau des Zoos in Frankfurt

Die nächsten 50 Jahre übernahm der Frankfurter Zoo mit seinen zahlreichen Neubauten, Anschaffungen und entwickelten Konzepten in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterrolle für moderne Zooführung in Deutschland. Das fing an mit dem neuen Giraffenhaus im Jahre 1953, ging 1957 weiter mit der Errichtung der ersten Polaranlage für Pinguine im bereits 1877 eingeweihten Exotarium sowie der riesigen Freiflughalle im Vogelhaus im Jahre 1961 und mündete 1978 in der Eröffnung des Grzimek-Hauses, das größte seiner Art in Europa, in dem unter anderem nachtaktive Kleinsäugetiere wie Fledermäuse und Erdferkel beobachtet werden können. 2001 wurde, nicht minder spektakulär, eine naturnahe, gitterlose Dschungelanlage für südasiatische Katzen wie Indische Löwen, Sumatratiger, Nebelparder und Rostkatzen geschaffen, und 2007 wurde zudem ein barrierefreier Streichelzoo speziell für Kinder und Junggebliebene initiiert.

Seinen Weltruf verdankt der Frankfurter Zoo unter anderem der erstmals gelungenen Aufzucht von allen vier Menschenaffengattungen in einem Zoo: Gorillas, Orang-Utans,  Schimpansen und Bonobos. Im Exotarium stellt sich heutzutage für die Besucher die tierische Artenvielfalt vom Polarmeer bis zum Amazonas dar. Um die naturnahe Umgebung der Tiere so real wie möglich zu gestalten, scheuen die Zooverantwortlichen vor keinen Kosten und vor keinem Aufwand zurück. So wird für die australischen Süßwasserkrokodile beispielsweise zweimal am Tag ein Trockengewitter generiert, damit diese sich richtig heimisch fühlen. Tiere, deren artgerechte Haltung nicht mehr garantiert werden konnte, wie etwa seit Mitte der 1980er Jahre die Elefanten, wurden vom Zoo Frankfurt konsequent abgegeben, um so in der Öffentlichkeit nicht an Glaubwürdigkeit zu verlieren. 


Der pädagogische Aspekt im Konzept des Frankfurter Zoos schälte sich bereits in den 1960er Jahren heraus, als eine Referentin mit wissenschaftlich-pädagogischem Hintergrund eingestellt wurde, mit deren Hilfe im Laufe der Jahre eine ganze Reihe an Unterrichtsmaterialien für den Biologieunterricht veröffentlicht wurde, die als Referenzen für Lehrer bestimmt sind. Auch individuelle und/oder themenbezogene Führungen stehen zum Angebot. Die zusätzliche Auswahl an Zooaktivitäten ist breit gefächert: Ein großer Spielplatz, Ponyreiten, Sonderausstellungen, Märkte, Restaurants und Biergärten tragen unter anderem dazu bei, dass sich alle Besucher, ob Jung oder Alt, im Zoo Frankfurt wohlfühlen.

Andere Sehenswürdigkeiten

  • Der Saalhof ist eine ehemalige Zollstelle in Frankfurt
  • Sehenswert ist auch das Seckbacher Rathaus
  • Die Paulskirche ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt
  • Besuchen Sie auch das Palais Thurn und Taxis
  • Von der Aussichtsplattform des Main Towers bietet sich ein eindrucksvoller Blick über Frankfurt und das Umland
  • Kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt gibt es in der Kleinmarkthalle

Einige Museen in Frankfurt

Lage des Zoologischen Frankfurt am Main

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Erreichbarkeit des Tierparks

Der Haupteingang im Westen des Zoos ist ganz einfach zu finden, da die U-Bahnlinie U7 direkt unterhalb des Zoogeländes an der U-Bahnstation Zoo in der Bernhard-Grzimek-Allee 1 hält. Zudem sind die U-Bahnlinie U6 für Reisende vom Ostbahnhof sowie die Straßenbahnlinie 14 für Reisende vom Südbahnhof ideale Verbindungen zum Frankfurter Zoo. An der Kreuzung Walschmidtstraße / Rhönstraße im Osten des Frankfurter Zoos gibt es zusätzlich noch einen zweiten Eingang.

Parkhäuser in der näheren Umgebung des Frankfurter Zoos sind bei der Zoopassage, im City-Parkhaus Ost, am Mousonturm sowie bei der Klinik Rotes Kreuz zu finden. 

 
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Möchten Sie Ihren nächsten Besuch im Frankfurter Zoo vorbereiten und sich ein wenig im Veranstaltungskalender umschauen, dann ist die Webseite des Zoos genau Ihre richtige Anlaufstelle.

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