Grüngürtel / GrünGürtel - Weitläufige Grünanlage in Frankfurt am Main

Der Frankfurter Grüngürtel oder auch GrünGürtel im Stadtmarketing

Frankfurt ist eine pulsierende Großstadt mit vielen Bewohnern, Industrie und noch mehr Autoverkehr. Um einen Ausgleich dazu zu schaffen, gibt es auch in Frankfurt eine „Grüne Stadtlunge“, die zum einen etwas zum Ausgleich des CO2 Haushaltes beiträgt und aber auch gleichzeitig ein tolles Erholungsgebiet in der Stadt ist. Diese ausgedehnten innerstädtischen Bereiche nennt man stadtplanerisch profan Grüngürtel und in Frankfurt wird vom sogenannten Stadtmarketing der Begriff „GrünGürtel“ verwendet. Dieses Naturschutzgebiet ist das Einzige, das eine eigene Verfassung hat und somit ist sichergestellt, dass es auch langfristig nicht angetastet werden wird. 
Natürlich ist der GrünGürtel ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und aufgrund des reichhaltigen Freizeitangebotes auf für Kinder ein schöner Ort, einige Stunden oder auch einen ganzen Tag im Freien zu verbringen. Aber auch der Besucher Frankfurts kann hier einige ruhige, besinnliche Stunden oder aber auch sportliche Stunden verbringen.

Die Entstehung des GrünGürtels

Die ersten Pläne für einen Grüngürtel gab es schon im Jahre 1925. Es gab sogar eine Gartenstadtbewegung, die auf den damaligen Stadtbaurat Ernst May dahin gehend einwirkte, dass er einen schon vorher bestehenden Plan zum Aufbau eines kreisförmigen Systems von Trabantenstädten überarbeitete. Dieser Plan sah östlich und westlich vom Handels- und Börsenzentrum der Stadt große Industriegebiete und nördlich und südlich große Wohngebiete vor. Der Main sollte eingedeicht werden und durch die Bebauung fließen. Aber dennoch konnte nach vielfältigen Diskussionen in den Jahren 1925 bis 1930 kein zusammenhängendes Grüngürtelgebiet bestimmt werden und die Idee verschwand erst einmal in den Schubladen. 

Die Pläne des Architekten Behrens
Ab 1960 setzte sich der Stadtplaner und Architekt Till Behrens nachdrücklich für eine innovative Zuordnung von bebauten und freien Flächen der Stadt ein. Till Behrens ist Architekt, Industriedesigner und Stadtplaner und er ist der Sohn des Erfinders und Ingenieurs Josef Behrens und Enkel des Architekten Peter Behrens. Neben seiner Tätigkeit als Architket engagierte er sich im sozialen Wohnungsbau, dem er mit seinem Maisonette Bausystem ein flexibleres Wohnen entgegensetzte. Bei diesem System können Wohnungen in für alle Lebensabschnitte benötigte Größen verändert werden, damit verschiedene Generationen einer Familie auf einem Raum zusammenleben können. Die so geplanten Wohnungen können erweitert, verändert, geteilt und auch wieder zusammengesetzt werden, ohne immer wieder neuen Wohnraum schaffen zu müssen. Dies entspricht ungefähr den Grundrissen Le Corbusiers für die Unité d'Habitation. 

Größere Bekanntheit erzielte Behrens mit seinen ökologischen Holzskelettbauten, die mit Glas versehen waren. Daneben war an der Stadtplanung der Stadt Frankfurt in einigen Teilen maßgeblich beteiligt. So wie auch bei der Konzeption des Grüngürtels. Sein Konzept sah die Verbindung von noch in der Stadt vorhandenen Grünflächen zu Landschaftsbändern, bei denen eine beidseitige Randbebauung erlaubt ist. Produktions-, Erholungs- und Belüftungsflächen zwischen den „Wohnbändern“ sollten Landwirten als Existenz dienen und somit eine für den Steuerzahler kostenneutrale Landschaftspflege sichern. Diese Konzept wurde dann auch von der Stadt Frankfurt für den Grüngürtel als Rahmenkonzept übernommen. 

Parks und Sehenswürdigkeiten innerhalb der Grünanlage

Das Naturgebiet GrünGürtel umfasst in der Hauptsache folgende Parks und Sehenswürdigkeiten:

Wörthspitze
Ein im Stadtteil Frankfurt-Nied gelegener großer Park, der als Hundeauslauffläche und im Sommer als große Liegewiese dient.

Höchster Stadtpark
Dies ist ein 14,6 ha großer öffentlich zugängiger Park im Stadtteil Frankfurt-Höchst. Der Park hat einen 1.900 qm großen Weiher, der eine Seerosenfläche und eine Bogenbrücke aufweist. Der Baumbestand aus dem Park stammt noch aus der Zeit seiner Anlage zwischen 1908 und 1911. Im Norden vom Weiher befinden sich große Liegewiesen und auch ein Spielplatz. Im Höchster Stadtpark befinden sich die Sportanlagen des SG 01 Hoechst. Im östlichen Teil des Parks gibt es eine weitläufige Anlage mit Kleingärten, die sich bis an die Nidda erstrecken. Der Höchster Friedhof befindet sich im nordwestlichen Teil des Parks an der Kurmainzer Straße.

Sossenheimer Unterfeld
Dies ist eine große Streuobstwiese, die in ihren Ursprüngen in das 19. Jahrhundert zurückgeht.

Rebstockpark
Das Gelände des Parks war zum ausgehenden 18. Jahrhundert für den Start von Heißluftballons vorgesehen. Im Jahre 1912 wurde hier ein Luftschifffahrtshafen eröffnet, auf dem die berühmten Zeppeline starteten und landeten. Seit 1958 ist das Gelände ein Volkspark mit einem großen Weiher. 

Solmspark
Er ist 5 ha groß und ist ursprünglich ein im Jahre 1879 eingerichteter klassischer Landschaftspark um das ehemalige Schloss der Grafen zu Solms. Nach dem Krieg wurden die von den Bomben zerstörten Überreste des Schlosses entfernt und ein großer Stadtpark angelegt. Besonders ist der alte Baumbestand des Parks, der auch teilweise seltene Baumarten, wie die Flügelnuss aufweist.

Brentanopark
Er wurde im Jahre 1770 als Garten für den Hofrat Bass an der Nidda eingerichtet. Die Familie Brentano, eine Frankfurter Kaufmannsfamilie, übernahm den Park in 1808 und erweiterten ihn. Die Familie Brentano ist vor allemdurch die Kinder Bettine und Clemens berühmt, die wichtige Vertreter der Romantik waren. Hier liegt das auch in Frankfurt sehr bekannte Petrihäuschen. Im Jahre 1926 wurde hier auch an der Nidda ein Naturschwimmbad eingerichtet.

Vogelschutzgehölz Hausener Auwald
Ist seit 2010 ein amtliches Vogelschutzgebiet. Es liegt in Frankfurt-Hausen zwischen der   Nidda im Westen, der Autobahn 66 im Süden und der Willi-Brundert-Siedlung im Osten. Südlich der A66 liegt noch ein kleinerer Abschnitt. Seit 1930 wurde in diesem Gebiet kein Holz mehr gefällt. Daher ist das Vogelschutzgebiet ein naturbelassener Wald mit einem alten Baumbestand. Hier kann man z. B. eine 250 Jahre alte Eiche, einen 100 Jahre alten Weißdorn finden, daneben Schwarzerlen, Weiden, Pappeln etc. 

Da seit 1980 auch kein Totholz mehr entfernt wurde, ist das Gebiet Lebensraum vieler Vogelarten geworden, so u. a. von Baumläufern, Spechten, seltenen Mittelspechten, Meisen und Kleiber. Dass hier auch der Eisvogel vorkommt, ist ein Nachweis für die wirklich natürliche Vegetation und Gewässer im Gebiet.

Daneben findet man im GrünGürtel auch den Volkspark Niddatal, das Naturschutzgebiet Riedwiese, den alten Flugplatz und den Nordpark.

Einige Museen in Frankfurt
Berühmte Bauwerke in Frankfurt
  • Herausragend und weithin sichtbar ist das Hochhaus Main Tower
  • Die Paulskirche zählt ebenfalls zu den Gebäuden, die das Stadtbild prägen
  • Auch die Alte Oper, ein wichtiger Veranstaltungsort, besticht durch ihre Architektur
  • Sehenswert ist auch das Gebäudeensemble auf dem Römer
  • Kaum zu übersehen ist der Eschenheimer Turm, der auch als Ginnheimer Spargel bekannt ist
  • Äußerst prägnant und weithin sichtbar ist der Kaiserdom St. Bartholomäus in der Innenstadt
Lage des GrünGürtels

Der Grüngürtel verläuft im Stadtteil Höchst von der Wörthspitze, der Niddamündung in den Main in nordöstliche Richtung durch das Niddatal bis nach Berkersheim und verläuft dann weiter in großflächigem Ackerland an der Grenze zu Bad Vilbel entlang. Von dort aus geht es weiter über den Lohrberg, Berger Rücken und den Berger Hang runter bis zum Enkheimer Wald und Enkheimer Ried. Hier wird er durch das Endstück der Autobahn A 66 unterbrochen und führt dann hinauf bis in den Mainbogen, der die Grenze zu der Stadt Offenbach darstellt. Danach verläuft der GrünGürtel ab der Stadtgrenze Offenbachs auf der südlichen Seite des Mains durch den Seehofpark bis zum Frankfurter Stadtwald, der ebenfalls überwiegend zum Naturpark GrünGürtel gehört. Zum Schluss erreicht der Grüngürtel auf der dem Ausgangspunkt südlich gegenüberliegenden Mainseite das Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne

 
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