Senckenberg Museum - Naturkunde hautnah Erleben

Senckenberg Museum

Senckenberg Museum
© Makrodepecher / pixelio.de

Die Museumslandschaft in Frankfurt am Main ist deutschlandweit bekannt für ihre innovativen Konzepte. Einen Eckpfeiler bildet das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt-Bockenheim, das zusammen mit dem Senckenberg Forschungsinstitut Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft – einem Zusammenschluss deutscher Forschungsinstitute unterschiedlicher Fachrichtungen – ist. Seinen in den letzten 200 Jahren erworbenen Weltruf hat sich das Museum durch den Besitz von so wertvollen und aufschlussreichen Exponaten wie den Fundstücken des Frankfurter Afrikaforschers und Naturwissenschaftlers Wilhelm Peter Eduard Simon Rüppell (1794; † 1884) redlich verdient. 

Das Museum wurde zwischen 1904 und 1907 im Auftrag von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung vom deutschen Architekten Ludwig von Neher (1850; † 1916) gebaut – der zeitgleich auch für den Bau des späteren Hauptgebäudes der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität in Frankfurt verantwortlich war – nachdem die 1817 von Goethe gegründete Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft, aus welcher das Senckenberg Naturmuseum später herausgehen sollte, ihr ursprüngliches Gebäude mitsamt seines „Öffentlichen Naturalienkabinetts“ nahe des Eschenheimer Tors auf Anweisung der Frankfurter Stadtverwaltung verlassen musste. Die oben erwähnte Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft ging übrigens 1763 aus der vom Frankfurter Arzt, Stifter und Botaniker Johann Christian Senckenberg (1707; † 1772) ins Leben gerufenen Senckenbergischen Stiftung hervor. 
Eine Besonderheit des barocken Museumsgebäudes aus Sandstein ist der Giebel oberhalb des Haupteingangs, in dem Figuren aus der griechischen sowie der römischen Mythologie eingelassen sind. 

Der erwähnte Umzug brachte einerseits eine räumliche Vergrößerung und andererseits ein   Geschenk vom American Museum of Natural History mit sich. Das 1907 überlassene Originalskelett eines Sauropoden (bis auf den Schädel) stellte den ersten ausgestellten Dinosaurier im Senckenberg Naturmuseum dar. Größer geht kaum, nur das Museum für Naturkunde in Berlin übertrifft das Senckenberg Naturmuseum, dessen Standort an der Senckenberganlage 25 in unmittelbarer Nähe zur oben genannten Goethe-Universität (Campus Bockenheim) liegt, zumal das Senckenberg Forschungsinstitut & Naturmuseum 2009 mit den Naturhistorischen Sammlungen Dresden (im Japanischen Palais) und dem Museum für Naturkunde in Görlitz (Am Museum 1) fusionierten.

Ausstellung und Angebote des Seckenberg Museums

Die Dauerausstellung im Senckenberg Naturmuseum hält auf drei Etagen mit einer Gesamtfläche von 6.000 m² viele Raritäten und auch manche Unikate aus der Tier- und Pflanzenwelt vom Urknall über die Entstehung der Erde bis in die Gegenwart bereit. Gerade die einmaligen Exponate begründen das weltweite Renommee des Hauses. Sehenswert und atemberaubend sind die Attribute, die die 517.000 Besuchern (aus dem Jahr 2010) den Ausstellungsstücken zugeschrieben haben mögen, wenn sie an die rund 400.000 Exponate des Senckenberg Naturmuseums aus den Bereichen Paläontologie, Biologie und Geologie denken. 

Die Ausstellungen veranschaulichen Biodiversität, Evolution und Transformation der Erde im Laufe der Zeit. Die Augen der Kinder hingegen sind meistens bereits weit aufgerissen, wenn ihre Blicke auf die beiden Dinosaurier-Plastiken in Lebensgröße vor dem Ausstellungsgebäude fallen. Der Ausstellungsumfang der Großgruppensaurier sucht in Europa seinesgleichen. Ebenso stolz sind die Verantwortlichen des Museums über die Schausammlung von ungefähr 1.000 Vogelpräparaten – so umfang- und artenreich wie keine andere Vogelsammlung in der Welt. 

Im Erdgeschoss sind fünf Ausstellungsgruppen untergebracht. In der Ersten werden die Fossilien (unter anderem ausgestorbene Alligatoren, Halbaffen und foxterriergroße Urpferde), die in der Grube Messel, einem stillgelegten Tagebau in Hessen gefunden wurden, vorgestellt. Die Grube Messel wurde 1995 als Erste von drei deutschen Stätten zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. So erfahren die Besucher beispielsweise, dass damals ein Tropenklima geherrscht haben musste, das diese Tierarten begünstigte. Auch die deutschlandweit umfangreichste Dinosauriersammlung mit Echsenfuß-, Raubtier-, Schild-, Vogelfuß- und Rahmenkopf-Dinosauriern sowie Exemplare von Flugsauriern aus dem Erdmittelalter ist im Erdgeschoss zu sehen. Des Weiteren finden sich hier Wale aller Art: Urwale, ein 22 Meter langer Finnwal, jagende Orcas, ein zahnloser Nördlicher Entenwal, ein Narwal – das Einhorn unter den Meeresbewohnern – und selbst ein Amazonas-Flussdelfin darf begutachtet werden. Zu guter Letzt gewinnt man im zweiten Lichthof im Erdgeschoss auch einen Überblick über die Vielfalt der größten Säugetiere zu Land: ein afrikanischer Elefant, eine indische Elefantenkuh aus dem Frankfurter Zoo, der Mühldorfer Urelefant mit vier Stoßzähnen, ein amerikanisches und ein europäisches Mammut, ein Zwergelefant sowie ein Hauerelefant aus dem Rhein-Main-Gebiet mit einem ungefähren Alter von 11 Millionen Jahren. 

Im ersten Obergeschoss hingegen befindet sich die, 1998 anfangs als Sonderausstellung eröffnete, Präsentation von „Riesen und Zwergen“ unter Säugetieren, Pflanzen und Reptilien. So garantieren etwa die kleinste Blume (Zwergwasserlinse, 1-1,5 mm), der höchste Baum (australisches Myrtengewächs, 132,5 m hoch, mit einem Stamm von 5,5 m Durchmesser) oder das kleinste Säugetier der Welt (Körpergewicht von 2 g) stets offene Münder unter den Besuchern. Ebenso befindet sich die Ausstellung „Entwicklungsgeschichte der Pflanzen“ über die Evolution dieser in den letzten 3 Milliarden Jahren im ersten Obergeschoss. 

Das zweite Obergeschoss schließlich ist der Ort, an dem eine Galerie, ein Festsaal, ein  Studio, ein Restaurant, Ausstellungen von Insekten, Krebsen & Spinnen, Lebensgruppen, Evolution der Tiere, Fische sowie Sonderausstellungen untergebracht sind. 


Im Geopark gegenüber vom Haupteingang des Naturmuseums sind sieben Stationen mit großformatigen Beispielen (Bändereisenerz, Zeitalter der Blütenpflanzen, Dinosaurier-Spuren, Ginko – das lebende Fossil, Mammutbäume, Siegelbaum aus der Steinkohlezeit, Kalkgebilde aus der Frühzeit, die Fährte eines Tyrannosaurus rex) für die Situationen in sieben verschiedenen Zeitaltern der Erdgeschichte angelegt, die zu einem informativen Bummel einladen.

Das Senckenberg Naturmuseum versteht die Präsentation seiner Ausstellungen als Ausführung eines Bildungsauftrages. Um diesen möglichst effektiv zu erfüllen, wurde 1981 der Bereich Museumspädagogik in den Museumsbetrieb eingeführt. Die museumspädagogischen Angebote richten sich an alle Besucher, ob alt und jung, mit oder ohne naturwissenschaftliche Vorbildung, um mit der Natur in einen Dialog zu treten und einen Forschergeist zu entwickeln. Die Angebote schließen einmalige Aktionen, ein Ferienprogramm, Führungen, Veranstaltungen wie etwa Nachtführungen und Geburtstagsaktionen ein. Informationen zu aktuellen Sonderausstellungen und Angeboten finden Sie auf der Webseite des Senckenberg Naturmuseums

Neben einem Museumsshop, in dem unterschiedlichste Dinge wie Dino-Stofftiere und naturwissenschaftliche Bücher angeboten werden, befindet sich auch ein gemütliches Bistro im Haus. 

Eintrittspreise

Erwachsene (16-65 Jahre)   - 6,00€
Senioren                                   - 5,00€
Schwerbehinderte ab 50%   - 4,00€
Kinder und Jugendliche        - 3,00€

Tickets mit Frankfurt Pass
Erwachsene   - 3,00€
Kinder              - 1,50€

Jahrestickets
ab 15 Jahren                                          - 90,00€
4 - 14 Jahre oder Schwerbehinderte - 40,00€

Öffnungszeiten

Täglich 9 - 17 Uhr
Mittwoch 9 - 20 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage 9 - 18 Uhr

Ausnahme:
Fasntnachtsdienstag 9 - 13 Uhr

geschlossen:
Neujahr
Karfreitag
Heiligabend
Silvester

Lage des Senckenbergmuseums in Frankfurt

Senckenbergmuseum auf einer größeren Karte anzeigen
Erreichbarkeit des Museums

Besucher, die mit der Bahn anreisen, steigen am Hauptbahnhof in die U4 Richtung „Bockenheimer Warte“. Auch mit der U6 und U7 oder der Straßenbahnlinie 16 gelangt man zur „Bockenheimer Warte“. Das Museum befindet sich von dort nur 3-5 Gehminuten entfernt. 

Sollten Sie mit der Bahn am Westbahnhof ankommen, sind es nur noch 10 Minuten zu Fuß bis zum Museum. Dies gilt selbstverständlich auch für diejenigen Besucher, die mit der S3, S4, S5 oder S6 an der Station „Westbahnhof“ aussteigen. 
Die Buslinien 32 und 75 fahren sogar eine eigens „Senckenbergmuseum“ genannte Haltestelle an. 
Besucher, die mit dem Auto anreisen, müssen auf den Parkplatz Bockenheimer Warte oder das Parkhaus Adalbertstraße ausweichen, da das Museum selbst über keine Parkmöglichkeiten verfügt. 

 
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